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In der Gründungszeit unserer Gebirgsschützenkompagnie streiften durch die Gegend marodierende Söldner aus dem Schwedenkrieg. Zur damaligen Zeit nahmen die Geistlichen ihre
Versehgänge noch in Chorrock und Stola und dem Allerheiligsten in der Verseh-Bursa wahr. So war nichts naheligender, als daß die Gebirgsschützen zum Schutze vor marodierenden Söldnern und Wegelagerern die geistlichen Herren beschützten. In
diesem Sinne ist also heute noch verständlich, das die Gmunder Gebirgsschützen das “Allerheiligste Sakrament” unter dem “Himmel” bei Fronleichnamsprozession, sozusagen symbolisch begleiten und beschützen. In verschiedenen Gegenden heißen
die Gebirgsschützen aus früheren Zeiten und auch aus dem Glauben an den Nachlaß der Sünden und ihrer engen Beziehung zur Kirche “Antlaßschützen”. Im Hinblick auf die Versöhnung und Gemeinschaftsbedeutung der Eucharistie wurden vornehmlich
am Gründonnerstag und am Fronleichnamstag beim Empfang des Buß- und Altarsakraments besondere Ablässe bzw. “Antlässe” gewährt. Fronleichnam wurde großer oder langer Antlaß genannt, weil er in der früheren Betrachtung eine ganze Woche
dauerte. So bedeutet das Begleiten des ”Allerheiligsten Sakramentes”, Ausdruck der Verehrung und Steigerung der Festlichkeit. Die Gebirgsschützen haben eine religiöse Wurzel, ihr Auftreten und “Ausrucken” muß sich daher auch an dieser
orientieren. Es ist eine besondere Hochform, der Ehrenbeteiligung, daß sie die Aufgabe haben, den Herrn in Gestalt der Hostie in der Monstranz zu begleiten.
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