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Es ist überliefert, daß am Tage der Einschreibung und dem zweiten Sonntag im Monat man den vollkommenen Ablaß erlangen konnte. Diese Marienbruderschaften sollen schon im 15.
Jahrhundert entstanden und zur höchster Blüte gekommen sein. Erbprinz Wilhelm von Bayern (gestorben 1626) war weltlicher Präfekt und Schutzherr aller marianischen Kongregationen in Deutschland. In Tegernsee wurde 1635 eine Erzbruderschaft
des Heiligen Rosenkranzes eingeführt. Die Bruderschaft zum Heiligen Skapulier wurde in Gmund schon am 28. März 1697 bischöflich bestätigt. Im Jahre 1863 zählte die Bruderschaft rund 2.175 Mitglieder. Vom Schulkind, der Dienstmagd, dem
Tagelöhner bis zum Bauern und Fabrikanten war jeder Stand vertreten. Die Mitglieder kamen meist aus der Pfarrei aber auch darüber hinaus. Stark vertreten waren Egern und Waakirchen, aber auch aus Tegernsee, Kreuth, Wall, Warngau, Abwinkl,
Gaißach, Greiling und Lenggries kamen die Mitglieder. Mit dem Jahr 1927 enden die Eintragungen in dem Einschreibebuch, es waren noch vier neue Mitglieder aufgenommen und in dem Buch wäre noch viel Platz. Heute erinnert nur mehr das
Skapulierfest mit der Prozession zur Gasse an das, woran die Menschen in den letzten Jahrhunderten noch glaubten.
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