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Antwort gibt uns der “liturgische Kalender”. Er weist am 1. Mai für die Katholiken das Marienfest “Patrona Bavariae” aus. Wenn wir wissen wollen, wie die Mutter Gottes zu
diesem Festtag gekommen ist, so müssen wir schon zurück gehen in das Jahr 1598. Am 4. Februar dieses Jahres wurde Herzog Maximilian zum alleinigen Herrscher in Bayern ernannt. Seine Regierung begann der fromme Fürst mit einer Wallfahrt zur
Heiligen Jungfrau nach Altötting. Unter Maximilian wird die Marienverehrung zum Staatskult und das Patronat Mariens über Bayern zum Staatsprogramm. Wichtige Staatsaktionen wurden auf Frauentage gelegt. Die Fahnen von Maximilians Armee
hatten als Siegeszeichen das Bildnis der Madonna eingestickt. Sein Heer führte Maximilian 1620 am Weißen Berg mit dem Schlachtruf “ Maria” ins Feld. Die Taler von 1631 bekommen als erste das Marienbild aufgeprägt. Maximilian ernennt seine
Maria zur “Patrona Bavariae”, der Schutzfrau Bayerns.
Die Menschen im katholischen Bayern haben die von Herzog Maximilian verordnete Marienverehrung mit offenem Herzen angenommen und intensiv gelebt. Und gerade bei den
Gebirgsschützen, die ihre Tradition wesentlich auf das von Herzog Maximilian neu organisierte Landesdefentionswerk zurückführen, wird auch das Patronat der Mutter Gottes über Bayern in besonderer Weise gepflegt.
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